• ralf hanke

ÜBRIGENS



In Zeiten von Corona wünschen sich viele Menschen , dass die Dinge sich normalisieren und wir zu unserem gewohnten Leben zurückkehren können. Das wird nicht geschehen.


Normalität ist eine Fiktion, die es nie gegeben hat. Ob wir das wahrhaben wollen oder nicht, unser Leben ist immer durch ständige Veränderung und Wandel bestimmt und wir haben darüber viel weniger Kontrolle, als wir gerne hätten. Vieles liegt einfach nicht in unserer Hand und vielleicht wird es Zeit, unsere Sucht nach Kontrolle und Sicherheit durch Demut, Augenmaß und Flexibilität zu ersetzen.


In der offenen Weite, die unser Sein kennzeichnet, hat ein Konzept wie Normalität keine wirkliche Bedeutung. Die Flucht in Gewohnheiten und Normen, rettet uns nicht vor der Unermesslichkeit, die uns umgibt und auch nicht vor der Zerbrechlichkeit und Vergänglichkeit unserer Existenz, in der spätestens der Tod alles Gewohnte als Illusion entlarvt.


Was wir Normalität nennen, ist ein Lebensstil, der durch Angst, Gier, Verwirrung und Entfremdung gekennzeichnet ist. Wir zerstören unsere Lebensgrundlagen und verteidigen unseren Lebenstil auf Kosten der Mehrheit der Menschen. Zu was also wollen wir da zurückkehren? Was wir Normalität nennen, ist zu einem großen Teil das blinde Taumeln in Richtung Abgrund. Oder wie es Krishnamurti vor vielen Jahren formulierte: „Es ist kein Zeichen geistiger Gesundheit, in einer völlig verrückten Welt gut angepasst zu sein.“


Kehren wir also nicht zum Bekannten zurück! Finden wir stattdessen heraus, wie wir wirklich leben wollen und was unser tiefstes Geschenk an die Welt ist. Jenseits der unsere Seele erstickenden Normalität beginnt das wahre Abenteuer.


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