• ralf hanke

22 Wege zu lieben #16 Die Hohepriesterin


Lieben ist da möglich, wenn wir über die Gegensätze, Paradoxien und scheinbar unvereinbaren Widersprüch des Lebens hinauswachsen und unser Herz der großzügigen und unerklärlichen Wirklichkeit öffnen, die allem zugrunde liegt.


Die Hohepriesterin erinnert daran, dass wir entweder rechthaben und auf unserer Sicht- und Lebensweise bestehen, oder lieben können. Beides zusammen geht nicht. Liebe hat keinen Standpunkt, sie umarmt alle Standpunkte und erschafft aus ihnen eine komplexere, intelligentere Harmonie. Angst dagegen beharrt immer auf einem Standpunkt und verteidigt ihn mit allen Mitteln. Auch dann noch, wenn längst offensichtlich ist, dass sie sich an einen kleinen Felsen im Meer klammert, der in der Flut untergeht.



"Lass los", flüstert die Göttin der Dualität. "Veränderung ist die einzige Wirklichkeit. Alle Standpunkte sind vorläufig. Fließe mit dem, was ist. Gib das Beharren auf. Keine Meinung wird mir gerecht und alles, was du denkst und sagst, ist nur eine Meinung. Lass los und werde weiter."

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