• ralf hanke

ZUVIEL

In den frühen Morgenstunden wache ich niedergedrückt und traurig auf. Der Körper sitzt jetzt still, ohne Antrieb für irgendetwas, aber der Verstand rennt in alle Richtungen auf der Suche nach Erklärungen. Sucht nach etwas, das noch fehlt, nach etwas, das nicht gelungen ist oder wofür ich nicht genug getan habe. Aber es ist kein Mangel, der mich bedrückt. Eher ein Zuviel: aufrechtzuerhalten, was nicht wirklich wichtig ist.


Wichtig ist es, die Augen zu schließen, während die frühe Morgensonne das Gesicht wärmt. Wichtig sind dieser Atemzug und ein Schluck Wasser zum trinken.


Während das Haus langsam zum Leben erwacht, lausche ich einer Stille, der nichts fehlt.

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