• ralf hanke

22 WEGE ZU LIEBEN #7 die Herrscherin

Meine Großmutter wurde in ein hartes und in manchen Aspekten grausames Leben geboren. Sie hat angefangen zu arbeiten, als sie fünf Jahre alt war und nie aufgehört. Hat Kriege erlebt, einen Mann gefunden und früh verloren, drei Kinder großgezogen, Äcker und ihren großen Garten bewirtschaftet, das Rathaus im Dorf geputzt und wunderbar schmeckendes Essen gekocht. Sie war temperamentvoll, hatte an vielen Dingen Freude und über lange Jahre große Schmerzen. Sie war religiös auf eine Weise, die keine Grenzen zieht und Unterschiede macht, sondern in allem das Wirken Gottes sah. Ihr tiefstes Gebet und ihr einziger Ratschlag war: Der (dieser Mensch) ist auch recht. Alle Menschen waren ihr recht, auch die, die sie nicht mochte. Alle Menschen waren Geschöpfe des einen Gottes, alle Menschen behandelte sie mit würdevollem Respekt und Wärme.

Meine Mutter hat mich geboren.

Die Freundlichkeit meiner Gromutter hat mich gerettet,

da, wo ich mich selbst vergessen habe.

Meine Frau lehrt mich das Lieben.

Voller Dankbarkeit verbeuge ich mich vor den Herrscherinnen in meinem Leben.


Das Lieben beginnt da, wo wir sind und sagt Ja zu dem, was da ist.

Lieben bedeutet zu halten, zu nähren, zu heilen und das Leben zu feiern.

Wenn wir das Weibliche nicht ehren, verlieren wir unsere Lebendigkeit und verletzten

uns und alles Leben. Wir können die immer drängenderen Herausforderungen unserer Zeit nicht bestehen ohne tiefe Würdigung des Weiblichen.



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