• ralf hanke

22 Wege zu lieben #12 Gerechtigkeit


Gerechtigkeit und das Schwert der Wahrheit


Die Wirklichkeit existiert jenseits unserer Urteile und Meinungen. Die Wirklichkeit, das Hier und Jetzt, ist immer unzweifelhaft und total. Unsere Urteile und Meinungen bleiben auch im besten Falle vorläufig und geben Teilaspekte, nie das Ganze, wieder. Trotzdem verfallen wir immer wieder der Illusion, unsere Gedanken und Urteile für das wirkliche Leben zu halten und statt uns tiefer auf die Wirklichkeit einzulassen, vergeuden wir unsere Energie damit, unsere bruchstückhaften Annahmen darüber zu verteidigen. Das führt ins Leiden, weil wir leiden, wenn wir nicht wirklich leben.


Daran erinnert diese Karte. Mit dem Schwert der Wahrheit durchtrennen wir die Hirngespinste äußerer und innerer Stimmen, die uns von der unmittelbaren Erfahrung der Wirklichkeit fernhalten. Mit der Waage der Unterscheidung lassen wir uns spürend und fühlend immer tiefer auf unsere Körperwahrnehmungen und die Welt um uns herum ein und finden heraus, was gerecht im Sinne von richtig und stimmig für uns ist.


Mit dem Archetyp der Gerechtigkeit beugen wir uns keiner Uuwahrheit. Wir benutzen Meinungen und Konzepte, um über sie hinauszuwachsen, nicht um uns dahinter zu verstecken. Mehr Bewusstheit, nicht falsche Gewissheiten, ist der Lohn des Ringens um Wahrheit und ein gerechtes Leben.


Dabei urteilen wir nicht über andere Menschen, aber wir akzeptieren auch kein Urteil, das über uns verhängt wird. Wir machen die Welt nicht klein, indem wir sie un Kategorien und Schubladen stecken und wir erlauben der Welt nicht, uns klein zu machen.


Wenn dich diese Karte anzieht, ist es an der Zeit, ein Urteil, das du vor langer Zeit über dich und andere Menschen gefällt hast, aufzuheben und eine weniger verletzende und dafür liebevollere Perspektive zu finden.

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